Die Pkw Einfuhr nach Griechenland

Die Pkw Einfuhr nach Griechenland

posted by Anwaltsgesellschaft April 27, 2007 472 Comments

Die Einfuhr eines Privatkraftwagens aus den E.U.- Ländern und seine Zulassung in Griechenland unterliegen keinen besonderen Einschränkungen (wie z.B. Altersgrenzen) und bedürfen keiner vorherigen Genehmigungen.

Lediglich Dieselfahrzeuge dürfen nur außerhalb der Großstädte Athen und Thessaloniki zugelassen werden.

Um ein Fahrzeug in Griechenland zuzulassen, muss es zunächst vom örtlichen Zollamt taxiert und für den freien Verkehr abgefertigt werden.

Hierzu ist, bei Gebrauchtwagen, eine technische Abnahme beim griechischen KTEO (TÜV) notwendig.

Danach kann das Fahrzeug bei der örtlichen Zulassungsstelle angemeldet werden und ein griechisches Kennzeichen erhalten.

Für die Taxierung eines Fahrzeuges im Zollamt werden Kfz-Brief, Kfz-Schein und Kaufrechnung (oder ein Kaufvertrag, der vor einem Griechischen Konsulat in Deutschland beglaubigt sein muss), bzw., bei einer gewerblichen Ausfuhr, das vorgesehene E.U.-Begleitdokument (EVD) benötigt. Das Fahrzeug kann sowohl mit konventionellen als auch mit Zoll-Kennzeichen einreisen.

472 Comments

Mertig, Angelika und Heiko Mai 1, 2007 at 6:34 pm

Hallo,und ein herzliches Jassu von München nach Thessaloniki !!!
Mit Interresse haben wir Ihre infos gelesen.
Meine Frau und ich wollen im August 2008 von München nach Messopotamos / Preveza übersiedeln, da ich dann in den Vorruhestand gehe. Wir haben in Messopotamos seit 2000 ein kleines Häuschen angemietet und werden uns dann 365 Tage im Jahr dort aufhalten. München bleibt allerdings als Hauptwohnsitz bestehen(wegen Krankenkasse). Nun ist die Frage aufgetaucht, ob wir auch als Zweitwohnsitz in GR unser Auto in Griechenland anmelden können. Leider konnte uns noch niemand sagen, wieviel Zoll gegebenfalls an die griechischen Behörden zu zahlen ist. Bei unserem Fahrzeug handelt es sichum einen Seat-Ibiza mit 1200ccm. Baujahr des Fahrzeuges und somit Erstzulassung in München Mai 2005. Ihren Ausführungen entnehme ich, daß der in Deutschland ausgestellte Kfz-Brief für eine Ummeldung in Griechenland ausreichen würde. Muß dieser Brief ebnfalls vom griechischen Kunsulat beglaubigt werden? Müssen wir hier in Deutschland vor der Überführung ein Überführungskennzeichen(Kurzzeitkennzeichen) anbringen lassen und das Fahrzeug hier in München abmelden??
Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen. Auf alle Fälle ein herzliches epharisto für Ihre Bemühungen.

Liebe Grüße aus München

Angelika und Heiko Mertig

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Rainer Mai 14, 2007 at 10:54 am

Hallo, ich befinde mich in der gleichen Situation ( ebenfalls wohnhaft in Preveza – Stadt ) und habe auch noch keine weiteren Informationen ob oder wie es funktionieren kann.Sollte ich etwas hier bei der Zulassungsstelle in Erfahrung bringen werde ich euch informieren. Für eine eventuelle in Erfahrung gebrachte Info von euch würde ich mich freuen.

mfg

aus Preveza

Rainer

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Anwaltsgesellschaft Mai 16, 2007 at 4:08 pm

Hallo, leider ist mein letzter Kommentar (war relativ umfangreich) irgendwo im Cyberspace verloren gegangen, schade. Ich versuche es jetzt nochmal.

Wer sich wie Sie liebe Eheleute Mertig ganzjährig in Griechenland aufhalten möchte, muss sein Fahrzeug in Griechenland zulassen. Um eine griechische Zulassung zu bekommen, muß das Fahrzeug zunächst vom griechischen Zoll begutachtet werden. Da ein Einfuhrzoll theoretisch nicht mehr vorhanden ist, wird diese Begutachtung als „telos taxinomisis“ also als „Begutachtungsgebühr“ bezeichnet, faktisch handelt es sich aber um einen Einfuhrzoll. Die Höhe dieser Gebühr ist vom Kaufpreis, Zeitwert, Schadstoffklase und der Kubikzahl des Fahrzeugs abhängig. Je größer der Motor ist und je älter die Schadstoffklasse, desto höher ist die Gebühr. Bei Kleinwagen um die 1200 ccm ist die Gebühr relativ gering, soweit das Fahrzeug sich nicht in einer ungünstigen Schadstoffklasse (meist vom Baujahr abhängig) befindet. Auf der Grundlage dieser Daten wird dann der Einfuhrzoll berechnet.

Hier nun die aktuelle Tabelle:

Für Fahrzeuge, welche die EU-Schadstoffnorm 98/69 oder jünger erfüllen beträgt die Gebühr für Fahrzeuge zwischen 901-1400 ccm 12% vom Kaufpreis / Zeitwert. Ab 1401-1600 beträgt sie 20%, usw. über 2001 ccm sind es konstant 50%.

2) Für Fahrzeuge, welche die ältere EU Norm 94/12 erfüllen sind die Zahlen entsprechend bis 900ccm 14%, 901-1400 27%, 1401-1600 45%, ab 2001 konstant 142%.

Sobald das Fahrzeug dann begutachtet und die Gebühr entrichtet ist, geht es zum TÜV und dann zur Zulassungsstelle. Dort bekommt man die griechischen Kennzeichen.

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Panteleimon Mai 20, 2007 at 3:48 pm

Das ist die Grösste Abzocke die es überhaupt gibt.nd das im Jahre 2007.
Aber mitglied der Europäischen Union sein Ja???
Dann sollten auch die Gesätze eingehalten werden.
Mir Würde Bereits mein Fahrzeug Beschlagnahmt von den Griechischen Behörden und Versteigert.

Frechheit einfach nur Frecheit!!
Der Europäische gerichtshof lässt Grüssen!!!

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Panteleimon Mai 20, 2007 at 3:54 pm

Was ich noch hin zufügen wollte.
Leute zahlt bloss keine Taxierung!!!!!!!
Lasst das Fahrzeug mit Fremdkennzeichen zu und bringt es alle 6 monate auser land!!!!!
Und das thema ist Gelösst.
Nicht einen cent für zoll bezahlen!!!
Wichtig ist nur das Ticket für den Nachweis der einreisse.
Hatte mein wagen 121 Tage länger drinn und sollte 3600 Euro strafe zahlen hab ich nicht getan und so wurde mir mein wagen beschlagnahmt.Nicht vergessen nach 6 monaten raus damit und wieder rein!!!

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AnwaltsGesellschaft Mai 21, 2007 at 8:07 am

Hallo Panteleimon, ich halte es für bedenklich und auch gefährlich, solche Ratschläge zu geben. Natürlich haben alle vollstes Verständnis dafür, dass die bestehende Situation ärgerlich und unbefriedigend ist. Es ist aber so, dass die Gesetze eines Landes zu respektieren und insbesondere einzuhalten sind, so wie sie gelten. Nach geltendem griechischen Recht unterliegen Fahrzeuge bei Ihrer Einfuhr zum Verbleib in Griechenland dem „foros taxinomisis“. Die Sache mit den 6 Monaten ist eine Ausnahmeregelung von diesem Grundsatz und gilt nur für Leute, welche ihren ständigen Wohnsitz im Ausland haben. In diesem Fall kann ein Fahrzeug insgesamt 6 Monate im Kalenderjahr mit fremden Kennzeichen nach Griechenland eingeführt werden und hier von demjenigen, auf dessen Namen das Fahrzeug zugelassen ist in Griechenland gefahren werden. Danach muß das Fahrzeug wieder für die restlichen 6 Monate raus aus Griechenland und kann erst im nächsten Kalenderjahr wieder für sechs Monate eingeführt werden. Also einfach raus und sofort wieder einführen genügt nicht. Das Ticket der Einreise ist ein möglicher Nachweis für die Aufenthaltsdauer des Fahrzeugs in Griechenland, aber nicht das allein gültige Beweismittel. Verstöße gegen diese vereinfacht dargestellte Regelung hat die von Panteleimon genannten Strafen, Beschlagnahmen und im Falle der Nichtzahlung als letzte Konsequenz die Zwangsversteigerung des Fahrzeugs durch den Zoll zur Folge.

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Niko Mai 22, 2007 at 11:21 pm

Hi

ich will demnächst mein Auto auch in Griechenland verkaufen aber von Deutschland aus.
Ich hab jetzt hier das mit den Prozentualen Anteilen gesehen, aber verstehe das nicht ganz.
Ich habe einen 1.5 liter (1493ccm), E2 Norm, 101 PS und BJ 94, welcher Prozentsatz würde denn für das Auto sprechen.
Und wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Prozente vom VK zu berechnen?
BSP: 15.000 € VK
Gebühren: bei 50% 7500 Euro???

MfG

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AnwaltsGesellschaft Mai 23, 2007 at 9:50 am

Also, das Fahrzeug wäre in Ihrem Fall wohl in der 3. Steuerklasse und bei bis 1500ccm damit mit 95% vom Fahrzeugwert zu verzollen. Der Fahrzeugwert wird entweder nach dem im Kaufvertrag ausgewiesenen Kaufpreis oder nach der Liste des Zolls festgelegt.

Grundsätzlich geht noch ein Alterrabatt pro Jahr vom Listenpreis ab. Im Falle des Baujahres 1994 wären das rund 76% Abzug vom Listenpreis. Vom Restbetrag wären dann 95% Steuer zu zahlen. Wenn Sie einen Kaufvertrag vorlegen, der deutlich niedriger ist als der Listenpreis minus Altersrabatt, wird nicht der Rechnungsbetrag sondern der Listenpreis abzgl. Altersrabatt veranschlagt. Daraus wird dann die Steuer in Abhängigkeit der ccm und des Baujahres errechnet.
Bj 2000-2007 1. Klasse (günstigste), 2. Klasse Bj. 1996-2000 3. Klasse 1988-1995. Das deckt sich in etwa mit den Schadstoffklassen.

Grundsätzlich läßt sich sagen, daß die Einfuhr von alten Fahrzeugen finanziell unwirtschaftlich ist. Am günstigsten ist die Einfuhr von Fahrzeugen Bj. 2001-2007, wobei die Fahrzeug im Idealfall nicht älter als fünf Jahre sein sollten. Dann ist der Einfuhrzoll am Niedrigsten. Der zu zahlende Prozentsatz richtet sich dann noch nach der Kubikzahl, die Beträge sind bis 2000 ccm gestaffelt, danach einheitlich. Die vorstehende Info ist unverbindlich. Es ist auf alle Fälle ratsam vor Einfuhr eines Fahrzeugs einen Zollagenten zu konsultieren, welcher die genauen Beträge errechnet und Ihnen mitteilen kann.

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n.bambullis Mai 25, 2007 at 12:58 am

habe einen jeep wrangler2.5liter
wier wohnen seit 2 monaten in grie 5mal hab ich beim zoll nachgefragt was ich zahlen muss eine unverschämtheit 5mal anderre preise gennant das höchstgebot lag bei 12.500eur ein witz und das ist europa und griechenland dabei kostete das auto neu 1992 15800eur (habe hersteller nachweis)ist das rechtens wa kostet mich das auto wirklich und in den nächsten tagen kriege ich durch meine krankheit eine 67% behinderrung habe ich villeicht dadurch auch vorrteille…
ich danke ihnen im vorraus……….

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Niko Mai 26, 2007 at 12:49 pm

Zum 1.5liter vom Bj. 94 2 beiträge weiter oben.
Habe jetzt noch erfahren das jedes Extra am Auto auch noch extra zoll gebühren kostet (spoiler, felgen, etc.) Stimmt das?

MfG

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