Steuernummer und Geschaeftstaetigkeit in Griechenland

Steuernummer und Geschaeftstaetigkeit in Griechenland

posted by Anwaltsgesellschaft April 26, 2007 4 Comments

Im Verkehr mit griechischen Finanzbehörden ist grundsätzlich die Angabe der (eigenen) Steuernummer erforderlich.

Weiterhin wird die Steuernummer auch für die Abwicklung etlicher alltäglicher privater Rechtsgeschäfte benötigt, sodass in der Praxis kaum jemand auf den Erwerb einer eigenen Steuernummer verzichten kann.

Die Aufnahme jeder Art von Geschäftstätigkeit in Griechenland beginnt immer mit dem Gang zum Finanzamt, sodass spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Steuernummer verfügbar sein bzw. beantragt werden muss.

Weiterhin sind für die obligatorische Anzeige der Aufnahme bzw. Einstellung jeder Geschäftstätigkeit eine Reihe je nach Unternehmensform variierender Unterlagen einzureichen.

Nachfolgend werden einige häufig gestellte Fragen mit Bezug auf Zuteilung einer Steuernummer sowie Aufnahme und Einstellung des Geschäftsbetriebs beantwortet, jedoch verständlicherweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr.

Bei welcher Stelle oder Behörde ist in Griechenland die Zuwseisung einer Steuernummer zu beantragen? Im Regelfall ist die Steuernummer (griechisch „AFM“ = Arithmos Forologikou Mitroou) bei der für den Wohnsitz des Antragstellers zuständigen Finanzbehörde (griechisch: „DOY“ = Dimosia Ikonomiki Ypiresia) zu beantragen. In einigen Fällen (juristische Personen, Antragsteller ohne Wohnsitz in Griechenland etc.) gelten abweichende Regelungen.

4 Comments

AnwaltsGesellschaft Mai 13, 2008 at 10:02 am

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M. Zacharias Juli 5, 2008 at 6:53 pm

Hallo,
wenn eine deutsch-griechische Hochzeit nach griechischem Recht in Griechenland vollzogen wird,kann man da vorher auch so etwas wie Gütertrennung oder Zugewinngemeinschaft vereinbaren? Gibt es ein Erbrecht, wenn aus erster Ehe kein Kind vorhanden ist?
Vielen Dank
Maria Zacharias

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M. Zacharias Juli 5, 2008 at 6:54 pm

….sorry “ ein Kind“

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Anwaltsgesellschaft Juli 10, 2008 at 7:55 pm

Hallo Frau Zacharias,

Nach griechischem Recht gibt es ein Trennungssystem der Vermögen der Eheleute, d.h. die Ehe bringt keine Änderung für das Vermögen. Jeder Ehegatte behält gem. Art. 1397 griechisches ZGB auch nach der Ehe jedes auch vor der Ehe in seinem Eigentum stehende Vermögensgut. Für alle nach der Ehe erworbenen Vermögensgegenstände gibt es natürlich den Anspruch auf Zugewinnausgleich gem. Art. 1400 griechisches ZGB (an dem Zugewinn des anderen Ehegatten), welcher sich gemäß der gesetzlichen Regelvermutung auf 1/3 des Zugewinns beläuft, außer wenn ein größerer oder kleinerer Zugewinn nachgewiesen wird.

Im griechischen Recht gibt es auch das System der Gütergemeinschaft gem. Art. 1403 des griechischen ZGB. Vorliegend muss aber betont werden, dass diese Vorschriften in Griechenland nahezu kaum genutzt werden. In praktischer Hinsicht erfolgt die Gütergemeinschaft durch notarielle Handlung, aufgrund welcher gemeinschaftliches Vermögen beider Ehegatten an allen Vermögensgegenständen entsteht, belastet mit einem jeweiligen Verfügungsverbot. Wiederholt muss aber wieder darauf hingewiesen werden, dass diese Systematik in Griechenland eine sehr seltene Ausnahme darstellt.

Hinsichtlich des Kindes ist die Frage nicht recht verständlich formuliert worden. Falls damit der Fall gemeint ist, in dem der eine Ehegatte ein Kind aus früherer Ehe in diese Ehe einbringt und demzufolge zwischen dem Ehegatten ohne Kind und dem Kind des anderen Ehegatten ein besonderes Verhältnis entsteht, so ist diese Frage zu verneinen. Das Kind des A, welches aus einer ersten Ehe des A mit der B entstammt, erlangt keine Erbrechte von der C, welche der A nach Scheidung mit der A neu geheiratet hat.

http://www.rechtsanwalt.gr

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